Probleme auf dem Ausbildungsmarkt, eine Berufsschulreform, Büchergeld an den beruflichen Schulen – es gibt zahlreiche Themen über die wir diskutieren können. Einige Kandidat- Innen zur Bürgerschaftswahl haben sich dazu bereit gefunden, dies mit uns zu tun:
Britta Ernst (MdHB, parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion)
Robert Heinemann (MdHB, schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion)
Gudrun Köncke (MdHB, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der GAL-Fraktion)
Mehmet Yildiz (Kandidat der Partei DIE LINKE.)
Sylvia Canel (Kandidatin und bildungspolitische Sprecherin der FDP Hamburg)
Termin: Mittwoch, 13. Februar 2008, 18.00 Uhr
Ort: DGB-Jugendclub „Movimento“ im Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 57a (Nähe ZOB und Hauptbahnhof)
Ob sich Reinhold Beckmann bewußt war, welche Diskussion er lostreten würde? Direkt nach der Landtagswahl in Hessen hatte er sich in seiner eigenen TV-Show lautstark über den massiven Leistungs- druck bei Hamburger SchülerInnen be- schwert. Durch die 40 bis 50 Wochenstunden seinen auch seine eigenen Kinder “völlig gestresst und kaputt“. Grund hierfür ist die Einführung des 8-jährigen Gymnasiums und die damit verbundene Schulzeitverkürzung auf 12 Jahre.
Die Medien nahmen das Thema dankbar auf und änderten ihren Fokus nicht nur von Süden der Republik in den hohen Norden, sondern auch von Jugendgewalt zu Schulstunden. Die verschiedenen Spitzen- und FachpolitikerInnen äußerten sich und auch unser Bürgermeister gab zu verlauten, sich persönlich auf der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz für eine bundesweite Reduzierung der Schulstunden einzusetzen.
Es gab verschieden Vorschläge wie mit dem Problem umzugehen wäre. Was aber unsere CDU-Schulsenatorin Alexandra Dinges-Dierig heute zu verkünden hat, schießt den Vogel ab! Sie setzt sich für die Wiedereinführung des Samstagsunterrichts an den Hamburger Schulen ein! Weiterlesen von ‘CDU-Senatorin: Samstagsschule für Azubis!’
Dank einer Anfrage der Bürgerschaftsabgeordneten Britta Ernst, sind nun die Fakten zum Hamburger Ausbildungs- markt 2007 auf dem Tisch. Wie ist die Lage?
Dank guter Konjunktur und drohendem Fachkräftemangel kommen Hamburgs Unternehmen in Fahrt und schließen 14.453 Ausbildungsverträge ab. Ein Plus von 10,2 %. Trotzdem reicht es nicht: 9977 Jugendliche fingen parallel eine Ausbildung in den klassischen Warteschleifen Berufsfachschule und Berufsvorbereitung an. Unter allen neuen Schülern an den beruflichen Schulen ist nur jeder Zweite ein Auszubildender mit Ausbildungsvertrag. Weiterlesen von ‘Ausbildung: Die Fakten sind auf dem Tisch!’
Mit dem Beginn des Schuljahrs 2006 hat der CDU-Senat die Struktur der beruflichen Schulen weitgehend verändert. Bis dahin wurden alle wichtigen Entscheidungen in einer Schulkonferenz getroffen, die u.a. aus einer gleichen Anzahl von Schülervertreter- Innen und LehrerInnen bestand.
Arbeitgeber und Gewerkschaften konnten sich gleichermaßen über die Schulbeiräte mit ihren Kompetenzen einbringen. Dies hat die CDU nun geändert. Statt einer Schulkonferenz gibt es nun „Schulvorstände“. Diese bestehen jeweils aus vier Arbeitgebern und vier LehrerInnen. Die SchülervertreterInnen haben nur eingeschränkte Rechte und dürfen über viele Fragen nicht mehr abstimmen. Gewerkschaften dürfen nur noch beratend daneben sitzen. Die Arbeitgeber können so ihre Interessen einseitig einbringen. Weiterlesen von ‘Mehr Mitbestimmung ist nötig!’
Kommentare